" GOLD "
 

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In meinen Arbeiten GOLD verbinde ich stärker als je zuvor die Gegensätze zwischen NATUR und KULTUR, zwischen CHAOS und ORDNUNG zwischen UNIVERSUM und ERDE. Der Einsatz von echtem GOLD in exakter ANORDNUNG zur Überdeckung chaotischer Farbverläufe symbolisiert den Eingriff des Menschen in die Natur und die Überlagerung dieser mit von ihm geschaffenen Strukturen. In diesen Arbeiten beansprucht das GOLD die Kulturgeschichte der MENSCHHEIT die mit diesem EDELMETALL eng verbunden ist. An religiöser und wirtschaftlicher Bedeutung hat das GOLD besonders mit dem aufkommen menschlicher HOCHKULTUREN gewonnen. Die Schönheit und der Glanz des Goldes wurden zum Kennzeichen der Könige und Götter. Egal ob bei den Ägyptern, den Mayas, den Römern, im Amerika des 19. Jahrhunderts oder an den Börsen und den Kapitalmärkten, bis heute hat das GOLD eine mächtige Bedeutung. In meinen Werken vertritt das edle Metall sowohl den kosmischen URSPRUNG als auch die klassische Aneignung zur BEHERRSCHUNG der Natur. Die exakte Positionierung des Goldes in Form von KÄSTCHEN, verbildlicht diesen Versuch der KULTIVIERUNG der Natur durch den Menschen. Dieser formt aus den zufälligen und willkürlichen Verläufen, wie sie in der Natur nun einmal bei Flüssen, Bergzügen oder Wiesen und Wäldern vorkommen, exakte LINIEN und FORMEN um so die Natur berechnen und ihr einen Preis aufdrücken zu können. So werden Flüsse begradigt, Felder in rechteckige Äcker TRANSFORMIERT, Städte und Gemeinden zum besseren Fassungsvermögen in BLÖCKE eingeteilt.

 

Die KOMPOSITION der jedes von mir zugeschnittenden 2,5 x 2,5 cm kleinen Goldplättchen beschreibt dazu die zunehmende MATHEMATISIERUNG und BERECHNUNG unserer WELT und des UNIVERSUMS durch den Menschen. Dieses ARRANGEMENT bezieht sich dabei auf die Spiele SCHACH und auf das chinesische Spiel GO. Diese Spiele werden auf Feldern gespielt, die aus einer festen Anzahl an Kästchen bestehen. Und obwohl diese Spielbretter nicht besonders groß sind, können sie dennoch sehr eindrucksvoll das Wesen von UNENDLICHKEIT abbilden. Beim dem Spiel GO etwa ergeben sich rein rechnerisch mehr ANORDNUNGSMÖGLICHKEITEN der Spielsteine auf den Feldern als das Universum ATOME hat. In meinen Werken lassen sich noch mehr von mir angelegte Strukturen, wie etwa unterschiedlich verarbeitete Goldtöne (z.B. Rosengold, Mondgold) die erst mit einem wechselnden LICHTEINFALL in ERSCHEINUNG treten, ausmachen. Manch einer spürt sogar die abstrahierten gesetzten STERNZEICHEN innerhalb der Goldformationen auf. Gerade in den Sternzeichen, eine Erfindung des Menschen zur ORIENTIERUNG am nächtlichen STERNENHIMMEL, lässt sich die SEHNSUCHT der Menschen erkennen in den Weiten des Universums, in der chaotischen ANORDNUNG der glänzenden Sterne eine BESTIMMUNG, einen WEG zu finden. 

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Das Bild aus den GOLDKÄSTCHEN über dem eigentlichen Bild aus FARBEN enthüllt den VERLUST eines unserer mächtigsten Gegenspieler - unser nächtlicher Sternenhimmel. Meine Werke repräsentieren den ZUFALL und die ABSICHT in einem. Aus diesem SPIEL der Gegensätze entstehen meine Werke, in denen ich die Ideen der OSZILLATION von Max Ernst und die des Drip Paintings von Jackson Pollock aufgreife um sie mit der Welt der Fraktalen GEOMETRIE des Mathematikers Benoit Mandelbrot zu vereinen. WILLKÜR und ORDNUNG verschmelzen in meinen Arbeiten zu einem untrennbaren GEFLECHT, es symbolisiert das ewige hin und her zweier Mächte die gleicher Massen in KONKURRENZ wie in ABHÄNGIGKEIT stehen.